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Workshop über Wanderarbeit in China

Nirgendwo auf der Welt gibt es so viele Wanderarbeiter wie in China. Nach offiziellen chinesischen Statistiken sind es 240 Millionen Männer und Frauen, die in den Fabriken in langen Schichten Handys, Laptops, Fotoapparate, Spielzeug, Jeans und vieles andere für den Weltmarkt produzieren. Sie leben über Jahrzehnte zwischen Stadt und Land, denn sie haben in der Stadt keine vollen Bürgerrechte und können sich dort nicht endgültig niederlassen. Im Jahr 2010 führten Prof. Dr. Einhard Schmidt-Kallert vom Fachgebiet Raumplanung in Entwicklungsländern, Peter Franke vom Forum Arbeitswelten in Bochum und Dr. Lin Zhibin aus Beijing eine empirische Untersuchung unter Wanderarbeitern in mehreren Regionen Chinas durch, um den Livelihood Strategies, den Lebens- und Überlebensstrategien, der Wanderarbeiter zwischen Stadt und Dorf nachzugehen. Sie interviewten über 80 Wanderarbeiter und ihre Familienangehörigen in den Heimatdörfern. Inzwischen liegen die Ergebnisse dieser Feldforschung vor. Was lag näher, als die Befunde der Studie chinesischen Wissenschaftlern und Organisationen, die Wanderarbeiter unterstützen, vorzustellen? Gelegenheit dazu bot ein Workshop zum Thema „Mit dem Stadt-Land-Gegensatz leben – wie chinesische Wanderarbeiter mit Multilokalität umgehen“, den das Fachgebiet Raumplanung in Entwicklungsländern und das Forum Arbeitswelten gemeinsam mit Globalisation Monitor vom 14. bis 16.9.2012 in Hongkong ausrichteten. Dreißig Vertreter von Nicht-Regierungs-Organisationen aus unterschiedlichen chinesischen Megastädten und Provinzen waren der Einladung gefolgt.Im Zentrum der Tagung stand der Austausch über unterschiedliche Aspekte der Lebensstrategien der Wanderarbeiter zwischen Stadt und Land. Am Ende gab es eine Diskussion über die Zukunft des Stadt-Land-Verhältnisses in China. Denn der Gegensatz zwischen den schnell wachsenden Megastädten und den zurückbleibenden Dörfern, in denen bald nur noch Alte und Kinder leben werden, ist eine der großen Herausforderungen für China in den nächsten Jahrzehnten. Kontakt:

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