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Call for Paper zur Fachsitzung „Migration als Motor für institutionellen Wandel?“ DKG 2019

Call for Paper zur Fachsitzung „Migration als Motor für institutionellen Wandel?“ DKG 2019

Bis zum 25.01.2019 können Abstracts für die Fachsitzung "Migration als Motor für institutionellen Wandel" auf dem Deutschen Kongress für Geographie eingereicht werden. Der Deutsche Kongress für Geographie findet vom 25.09.2019-30.09.2019 an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel statt. Organisator*innen der Fachkonkonferenz sind Robert Barbarino (TU Dortmund), Hanna Hilbrandt (TU Dortmund / HCU Hamburg) und Sandra Huning (TU Dortmund).

Migration als Motor für institutionellen Wandel?

Organisator*innen: Robert Barbarino, TU Dortmund; Hanna Hilbrandt, TU Dortmund/ HCU Hamburg; Sandra Huning, TU Dortmund

Migration und transnationale Mobilität sind Konstanten gesellschaftlichen Wandels und voranschreitender Globalisierung (Bojadžijev/Karakayalı 2007). Während soziale Bewegungen mit der Vision einer postmigrantischen Gesellschaft die Hoffnung verbinden, starre ethnisierende Identitätszuschreibungen zu überwinden (Hill/Yıldız 2017; Römhild 2017; Yıldız 2015), mobilisieren Rechtspopulist*innen unter Berufung auf nationalistische und rassifizierende Deutungsmuster gegen die offene Gesellschaft. Im Spannungsfeld dieser gegensätzlichen Entwicklungen finden auf kommunaler Ebene institutionelle Anpassungsprozesse statt. Durch Migration und Mobilität ergeben sich für die Stadtentwicklung neue Themen, politische Leitbilder, Konflikte, und Akteurskonstellationen, die top-down ausgehandelt und gestaltet oder aber durch alltägliches Handeln bottom-up neu definiert werden.
 
In der Fachsitzung gehen wir der Frage nach, wie institutioneller Wandel auf lokaler Ebene mit neuen zuwanderungsbezogenen stadtpolitischen Themen, alltäglichen städtischen Praktiken sowie Formen und Arenen der Aushandlung einhergeht. Wir freuen uns über Einreichungen für 15-minütige Inputs zu folgenden Fragen oder verwandten Themen:

  • In welchen stadtpolitischen Handlungsfeldern und Institutionen sind aktuell migrationsbedingte Anpassungsprozesse zu beobachten?
  • Welche Akteure treiben den Wandel voran oder verhindern diesen und mit welchen Intentionen?
  • Wie verändern sich Aushandlungsprozesse, und wo finden diese statt?
  • Welche Widersprüche ergeben sich aus Defiziten zwischen Anspruch und Wirklichkeit in Institutionen im Umgang mit Migration in der Stadtentwicklung?
  • Welche Rolle spielen Beteiligungsprozesse?
  • Wie gestalten zivilgesellschaftliche Akteur*innen, z. B. migrantische Selbstorganisationen, institutionellen Wandel mit?

 
Abstracts können bis zum 25.01.2019 auf der Website des DKG 2019 (https://www.dkg2019.de) eingereicht werden.
Bei Fragen wende Sie sich gerne an Robert Barbarino: robert.barbarino@tu-dortmund.de
 
Literatur
Bojadžijev, M./ Karakayalı, S. (2007): Autonomie der Migration. 10 Thesen zu einer Methode«. In: TRANSIT MIGRATION Forschungsgruppe (Hg.): Turbulente Ränder. Neue Perspektiven auf Migration an den Grenzen Europas. Transcript, Bielefeld.
Hill, Marc; Yıldız, Erol (2017): Postmigrantische Visionen. Erfahrungen - Ideen – Reflexionen. Transcript, Bielefeld.
Römhild, R. (2017): Beyond the bounds of the ethnic. For postmigrant cultural and social research. In: Journal of Aesthetics & Culture 9 (2).
Yıldız, E. (2015): Postmigrantische Perspektiven. Aufbruch in eine neue Geschichtlichkeit. In: Yıldız/ Hill 2015: Nach der Migration. Transcript, Bielefeld.